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Unser Schlummervater in Stavanger ist uns behilflich einen Fahrplan (nicht
ganz einfach, da es wieder mal Sonntag ist) nach Skien herauszufinden.
Diesmal werden wir
mit dem Auto zum Bahnhof geführt - dafür an dieser Stelle
"Herzlichen Dank an Herr und Frau Rossavik!". Wir werden einen
Tag unterwegs sein. Das non plus ultra sollte allerdings der letzte Teil
werden: die Strecke von Noragutu nach Skien. Da verkehrt so
eine Art Bahnersatz, ein Kleinbus mit einem Fahrer, den wohl die
Tarantel gestochen hat! Er fährt wie ein Henker, Linkskurve, Rechtskurve,
unter der Bahnlinie durch, über Brücken rüber... Leute, die anfänglich
noch Bücher gelesen haben, werden, wie wir, immer bleicher. Irgendwann
hör ich meine Kollegin hauchen: "Mann ist mir schlecht", ich
kann da nur ein "...sag nichts!" zurückhauchen... die längsten
45 Minuten unseres Norwegenurlaubs!
Endlich in Skien, müssen wir uns erholen. Dann bleibt uns auch nicht
ein Marsch erspart, denn der Bahnhof ist einen norwegischen Kilometer vom
Stadtkern entfernt. Aber auch das schaffen wir noch. Sogar essen mögen
wir am Abend wieder. Skien ist übrigens die Geburtsstadt von Ibsen.
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Mal einen Tag ausspannen, das sollte uns dieser Tag bringen. Wir
fahren mit dem Bus nach Kragero. Badehose und Tuch haben wir auch
eingepackt, in der Hoffnung, na ja we'll see...! Kragero präsentiert
sich uns als herziger Badeort mit Buchten, Jachten und vielen
Touristen. Wir ersteigen zuerst den Veten, die höchste Erhebung der
Insel vor Kragero. Den Einstieg mal gefunden (in Norwegen wurden die
Hinweisschilder glaube ich noch nicht erfunden) hat man dort oben einen
wirklich lohnenswerten Ausblick. Eine Badebucht haben wir von dort oben
auch gesichtet, also nix wie hin! Ich hatte mir geschworen, dass ich
heute mein Badekleid nicht nur zum "sünnala" brauchen werde und
setze meinen Vorsatz in Tat um! Etwas kalt, aber durchaus
erträglich!
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Der Telemarkkanal
ist uns wärmstens empfohlen worden. Das Wetter
präsentiert sich allerdings nicht unbedingt freundlich. Eisern setzen
wir uns trotz allem auf eine Kiste an der Reling des Schiffes und
lassen uns den Wind um die Ohren pfeifen. Der Kanal diente ursprünglich zum
Holzflössen und wurde bei Stromschnellen mit Schleusen, die auch heute noch von Hand
betrieben werden, gebändigt. Der erste Teil der Reise absolut
lohnenswert, die grösste Schleuse hat 5 Kammern, spannend, wie die
Schleusenleute da kurbeln. Kurios: In einem Felsen entlang des Kanals
hat es eine Höhle, der Bordlautsprecher (norwegisch, englisch, deutsch)
lässt uns wissen, dass das früher eine Kirche war. Danach allerdings ist die Reise nur noch
Leute zu empfehlen, die zu zweit unterwegs sind und ineinander verliebt
sind... aber wir halten durch! Mit dem Bus wird man wieder nach Skien
zurückgeführt. Geschafft, obwohl nix getan, gehen wir nur noch was
essen und dann zurück in unser Hotelzimmer.
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